Handy am Lenkrad
23.09.08 (Handy News)
Das Telefonieren oder das Schreiben von Kurzmitteilungen am Steuer ist laut einer Studie gefährlicher als Alkohol- und Drogeneinfluss. Die Ergebnisse der Studie des britischen Transport Research Laboratory (TRL) wurden auf der Internetpräsenz der Süddeutschen Zeitung bekannt gegeben. Mit dem Schreiben einer Textmitteilung beim Autofahren riskiert der Fahrer nicht nur sein eigenes, sondern auch das Leben anderer. Dass dies gefährlich ist, sieht jeder schnell ein. Jedoch in welchem Maße sich das Schreiben und Lesen von SMS am Lenkrad auswirkt, ist keinem bewusst. Die meisten Leute meinen, dass es nur anderen und nicht ihnen so ergeht.
Die Studie wurde mit Probanden in einem Fahrsimulator durchgeführt, wo sie auf visuelle und akustische Signale reagieren sollten. Dabei wurde festgestellt, dass das Texten wesentlich schlimmer wie Alkohol- und Drogeneinfluss und auch schlimmer als Telefonieren beim Fahren ist. Die Reaktionszeit erhöhte sich beim Verfassen und Lesen von Textmitteilungen deutlich. Einige Testfahrer hatten das visuelle Signal nicht einem bemerkt. Diese Studie zeigte, dass die Reaktionszeit beim Schreiben einer SMS im Durchschnitt um 35 % erhöht ist. Bei beispielsweise Cannabis-Konsum ist die Reaktionszeit nur um 21 % erhöht. Des Weiteren fuhren die Probanden während der Testfahrt wesentlich näher auf und etwa 90 % hatten wesentlich mehr Schwierigkeiten, die Spur auf mehrspurigen Straßen zu halten.
Die Gefährlichkeit von SMS Lesen und Verfassen am Steuer ist laut der TRL dem zufolge eine Kombination aus verschiedensten Faktoren. Die Fahrer werden beim Schreiben und Lesen von Kurzmitteilungen geistig in Anspruch genommen. Des Weiteren muss das Handy dabei in der Hand gehalten werden, wodurch der Blick auf das Display des Mobiltelefons gerichtet wird und nicht mehr auf die Straße.