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Mit dem Handy bezahlen ist bequem und überteuert

09.10.08 (Handy News)

Die Zahlung mit dem Handy wird immer öfter möglich. Ob es nun das Parkscheinziehen über das Mobiltelefon, mit einer SMS das Briefporto oder das Bahnticket bezahlen ist, es ist relativ einfach und vor allem bequem. Jedoch wissen die meisten Verbraucher nicht, wie überteuert diese Funktionen wirklich sind. Die Juristin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Frau Iwona Gromek, weißt darauf hin, dass sich der Verbraucher im Voraus erkundigen sollte, wie hoch die zusätzlichen Kosten wirklich sind. So können keine unerfreulichen Mobilfunkrechnungen im Nachhinein entstehen.

Wie einfach und teuer das Briefporto per SMS ist, haben wir bereits am 17.08.2008 berichtet. Nochmals zum Vergleich: ein Standartbrief mit SMS-Porto kostet 95 Cent, wobei die Briefmarke nur 55 Cent gekostet hätte. Dieser Zuschlag liegt bei rund 73 Prozent. Bei dem Verwenden des SMS-Portos für eine Postkarte liegt der Zuschlag sogar bei 90 Prozent. Eine Briefmarke für eine Postkarte kostet 45 Cent, wobei das Briefporto per SMS bei einem stolzen Preis von 85 Cent liegt. Des Weiteren kommen noch die SMS-Gebühren des jeweiligen Netzbetreibers mit hinzu.


Bei der Deutschen Bahn fällt kein weiterer Handy-Aufschlag an. Dafür fallen für die Nutzung des WAP des jeweiligen Providers weitere Kosten an, denn das Handy-Ticket der Deutschen Bahn wird als Multifunktionsnachricht (MMS) auf das Handy versendet. Diese Fahrscheine gibt es jedoch erst ab einer Strecke von 51 Kilometern. Bei Aktionsangeboten ist dieser Dienst nicht verfügbar. Des Weiteren gibt es in mittlerweile 14 Regionen wie zum Beispiel in Köln, Hamburg und Nürnberg die Möglichkeit, einen Fahrschein für den Nahverkehr per Handy zu kaufen. Dabei kommt es auf die jeweilige Stadt an, ob eine SMS verschickt oder ein Java-Programm herunter geladen werden muss, um das Ticket kaufen zu können. Jedoch das kein einheitliches System angeboten wird, verurteil Key Pousttchi, der seit Jahren an der Uni Augsburg zum Thema Mobiles Bezahlen forscht. Die Handy-Fahrscheine werden entweder per Bankeinzug oder per Kreditkarte abgerechnet.

Das Parkscheinziehen mit dem Handy ist mittlerweile in 24 Städten möglich. Es konkurrieren jedoch acht verschiedene Firmen in diesem Bereich, wodurch es ebenfalls kein einheitliches System gibt. Das größte Problem dabei ist, dass sich in den verschiedensten Städten auch jeweils neu angemeldet werden muss, was das M-Parking verkompliziert. Es sollte sich somit der Nutzer des sogenannten M-Parking im Voraus über den Anbieter informieren, denn auch die Preise unterscheiden sich bei den jeweiligen Anbietern.

Key Pousttchi sagt weiterhin, dass in Zukunft das mobile Zahlen an Automaten sich immer weiter ausbreiten wird. An den Snack-Automaten an den Bahnhöfen in Frankfurt und Dresden ist es möglich, über das Mobiltelefon zu bezahlen. An diesen Automaten fällt bei Anruf der gewünschte Snack aus dem Automaten. Der Betreiber dieser Automaten ist die Firma Peaches, die des Weiteren Partner der Deutschen Telekom ist. Somit erfolgt die Abrechnung über die Festnetzrechnung der Telekom. Der Betreiber will im kommenden Jahr etwa 650 weitere Automaten an allen großen deutschen Bahnhöfen aufstellen.


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