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Per Handy gemietetes Auto einfach stehen lassen

29.10.08 (Handy News)

Das Smart-Geschäft soll durch ein neues Konzept von Daimler Carsharing belebt werden. So ist es nun möglich, sich per Mobiltelefon in den Ballungszentren beim Vorbeigehen einen Smart zu mieten und in der Nähe des Zielortes einfach wieder stehen zu lassen. Dieses Konzept nennt sich „car2go“ und dabei handelt es sich um ein neues Carsharingprojekt, welches am Wochenende in der schwäbischen Stadt Ulm mit 50 Smarts gestartet wurde.

Dieses Konzept funktioniert, in dem in einem Stadtgebiet flächendeckend die spritsparenden Smarts aufgestellt werden. Der Nutzer muss sich lediglich einmalig registrieren und kann dann auf die Autos zugreifen. Die gemieteten Zweisitzer können beliebig lange gefahren werden. Beim Einkaufen zum Beispiel wird der Smart vom Fahrer durch das Verriegeln mit dem Zündschlüssel reserviert. Es soll immer innerhalb weniger Gehminuten ein Auto bereit stehen, welches gefahren werden kann. Der eingestiegene Nutzer kann sofort losfahren und stellt nach Ende der Fahrt das Auto einfach wieder auf einem Stellplatz innerhalb des Stadtgebietes ab. Jedoch wer falsch parkt und einen Strafzettel erhält, zahlt auch dafür. Für die Sauberkeit und einen vollen Tank sorgt ein Serviceteam, welches die Position des Autos per GPS (globales Positionsbestimmungssystem) erfährt.


Die Abrechnung wurde dabei sehr einfach gehalten. Sie läuft ähnlich wie beim mobilen Telefonieren im Minutentakt ab. Daimler hat für die Pilotenstadt erstmals mit 19 Cent pro Minute kalkuliert, wobei ein Stunden-Höchstpreis von 9,90 Euro gilt. Pro Tag werden maximal 49,90 Euro berechnet. Dabei ist natürlich die Versicherung, die Verwaltung und der Sprit inklusive. Bei der Registrierung, welche beispielsweise im Rathaus, am Bahnhof oder in der Fußgängerzone erfolgen kann, wird ein Funkchip auf den Führerschein des Nutzers getan. Dieser Funkchip ist sozusagen der Schlüssel zu allen Smarts.

Dem Nutzer ist es frei, ob ein Smart völlig spontan oder geplant gemietet wird. Die Buchung ist bis zu 24 Stunden im Voraus möglich, wodurch der Nutzer rechtzeitig vor der gewünschten Abfahrtszeit eine SMS mit dem Standort des reservierten Smarts erhält. Egal wo ein freier Smart steht, kann dieser auch „von der Stelle weg“ genutzt werden. Um den Smart zu öffnen und zu fahren muss der Nutzer seinen Führerschein mit dem Funkchip an ein Lesegerät im Bereich der Windschutzscheibe halten und steigt ein. Im Auto selbst entnimmt der Nutzer den Schlüssel aus dem Handschuhfach, tippt seine persönliche Geheimzahl im Auto ein und kann sofort losfahren. Es ist auch eine Funktion vorhanden, womit über das Internet oder einer Telefon-Service-Hotline zu jeder Zeit ein freies Fahrzeug aufgefunden werden kann.

Die Testphase hat am Wochenende angefangen und läuft derzeit mit etwa 400 Mitarbeitern des Ulmer Forschungsstandortes von Daimler. Erst im Frühjahr 2009 wird die zweite Testphase eingeleitet, in der auch die Normalverbraucher dieses Konzept ausprobieren können. In dieser zweiten Phase werden auch deutlich mehr Fahrzeuge bereitgestellt. Die Verbreitung dieses Konzepts in andere Städte ist bislang noch nicht geplant. Daimler beteuert des Weiteren, dass keine Konkurrenz zu Taxis entstehen soll. Bisher werden Fahrzeuge mit Dieselmotoren eingesetzt, was jedoch nach Auffassung von Verkehrs- und Umweltexperten künftig auf Elektro- oder Hybrid-Fahrzeuge umgestellt werden sollte. Inwieweit sich dieses neue Projekt durchsetzen wird, ist nicht bekannt. Jedoch kann gesagt werden, dass es sicher die Verkaufszahlen der Marke Smart auch erhöhen wird.



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