Das harte neue Jahr 2009 für Handy-Hersteller
23.01.09 (Handy News)
Umso länger die Weltwirtschaft in der Krise steckt, umso geringer sind die Verbraucher bereit, Geld für neue Handys auszugeben. Es wird außerdem von Experten voraus gesehen, dass eine zunehmende Sättigung von neuen Mobiltelefonen auf dem Markt entsteht. In diversen Ländern fällt auf jeden Menschen schon rein rechnerisch mehr als ein Handy. Dadurch rüstet sich die Branche auf einen drastischen Rückgang im Verkauf.
Selbst der erfolgsverwöhnte Branchenprimus Nokia steckt schon mit in der Branchen-Krise. Im Schlussquartal im letzten Jahr war ein Umsatz- und Gewinneinbruch zu sehen. Auch die Prognose bei Nokia für das neue Jahr fällt nicht positiv aus. Es wird sogar ein Absatzrückgang von zehn Prozent erwartet. Aber auf der Konkurrenz ergeht es nicht besser. In der vergangenen Woche hatte der Konkurrent Sony Ericsson eine traurige Bilanz des letzten Quartals ziehen müssen. Auch Sony Ericsson sagt einen schlechten Ausblick für den Gesamtmarkt an. Bei Motorola sind die Verkaufszahlen in dem Maße zurück gegangen, dass sie im letzten Quartal 2008 nur noch halb so viele Handys wie im Jahr zuvor verkauft haben. Der einzige Handy-Hersteller, der sich scheinbar etwas besser gerüstet hatte, war der südkoreanische Handy-Hersteller LG Electronics.
Ein weiteres Problem neben der Weltwirtschaftskrise sind die längeren Laufzeiten bei den Handy-Verträgen vor allem in Europa. Auf Grund dessen, sind die Kunden länger an ihr Gerät gebunden. Nach Meinungen von Analysten müssen die Handy-Hersteller auf alle Handy-Preisklassen achten. Jedoch stehen Mobiltelefone im mittleren bis höheren Preissegment unter höherem Preisdruck. Laut Prognosen von Experten wird die Nachfrage vor allem in den Schwellenländern nach billigeren Geräten noch weiter steigen. Dies müssen die Hersteller gut beachten und mit einbeziehen.
Experten sehen keine einfache Lösung für die Handy-Hersteller. Es sollte jedoch etwas genauer auf die Wünsche der Kunden eingegangen werden. Besser Anwendungen auf den Markt bringen, die auch wirklich nachgefragt werden. Es könnte auch mit mehr Zubehör der Verkauf verbessert werden. An Stelle eines Preisnachlasses besser das Zubehör erhöhen oder beispielsweise eine bessere Speicherkarte einbauen, um die Qualität des Mobiltelefons zu steigern. Auch die Lagerbestände sollten die Hersteller noch genauer im Auge behalten, sagen Analysten, denn sie sehen genau hier das nächste Problem. Jedoch nicht nur die Handy-Hersteller werden hohe Lagerbestände haben, auch die Vertriebspartner müssen sich davor schützen.