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Optimismus bei Nokia

16.04.09 (Handy News)


Im ersten Quartal 2009 hatte auch der weltweit größte Handy-Hersteller Nokia mit dem globalen Konjunkturabschwung zu kämpfen. Nun scheint ein leichter Optimismus und es wird auf eine Konjunkturwende gehofft. Doch herrscht eines der schwersten Jahre in der Geschichte der Mobilfunk-Branche.

Auf Grund der Senkung des Bestandes an unverkauften Handys von Januar bis März sieht der Vorstandschef Olli-Pekka Kallasvuo einen Hoffnungsschimmer in der schweren Zeit. Die Bilanzvorlage wurde am Donnerstag von dem Nokia-Chef vorgelegt. Auch an der Börse konnte dieses Ergebnis positives bewirken. Bereits am Mittag lag die Nokia-Aktie wieder auf gut sieben Prozent im Plus.

Auch wenn es in diesem Moment positive Neuigkeiten sind, die Umsatz- und Gewinnzahlen waren im Gegensatz zum Vorjahr wesentlich geringer. Der Nettoumsatz war im ersten Quartal um 27 Prozent auf nur 9,3 Milliarden Euro gesunken. Dies ergibt einen Gewinn je Aktie von 0,03 Euro. Vorher lag der Gewinn bei 0,32 Euro pro Aktie. Die Analysten hatten bei ihrer Prognose mit einem Umsatz von 9,7 Milliarden Euro gerechnet. Die operative Rendite soll laut Nokia im ersten halben Jahr die zehn Prozent übertreffen. Im zweiten Halbjahr soll sie zwischen 13 und 19 Prozent liegen.

Der finnische Handy-Hersteller konnte mit 93,2 Millionen verkaufen Mobiltelefonen weiter seinen Marktanteil von 37 Prozent stabil halten. Analysten hatten keine so guten Erwartungen. Der Nokia-Finanzchef Rick Simonson warnte jedoch bei dem TV-Sender Bloomberg davor, sich schon in Sicherheit zu wiegen. Denn nur weil die Handy-Branche anfangs die weltweite Wirtschaftskrise recht gut überstanden hat, macht auch da sie sich seit einigen Monaten bemerkbar. Die Verbraucher sind im Kauf eines Mobiltelefons ebenfalls zurückhaltender geworden. Nokia hat sich bereits mit einer Kostensenkung von 700 Millionen Euro jährlich gewappnet, um die Folgen der Krise vergleichsweise gering zu halten. Dies bedeutet, dass Nokia weltweit 1.700 von 128.000 Stellen streichen will. Die Finnen rechnen weiterhin mit einem Rückgang des Handy-Absatzes in der Branche von zehn Prozent.



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